**Drei Brötchen, ein Berg und viele Ideen ** Unternehmertum beginnt nicht erst im Erwachsenenalter. Es beginnt, wenn Kinder ein Problem erkennen und sich fragen: Wie könnte ich dafür eine Lösung entwickeln?

Zum Start des neuen Schuljahrs haben unsere Schülerinnen und Schüler genau das ausprobiert. In einem Workshop mit Ms Entrepreneurship Katja Zwilling von Breakout GmbH und der Heidiseum Foundation entwickelten sie Ideen, bauten Prototypen und testeten, ob ihre Lösungen auch in der Praxis funktionieren.

Eine Aufgabe aus der Welt von Heidi Die Herausforderung: drei Brötchen mit wenigen Materialien sicher über einen Berg transportieren. Dahinter steckt eine Geschichte mit einem konkreten Bedürfnis: Heidi möchte Peters Grossmutter weiche Brötchen bringen, weil diese hartes Brot schlecht essen kann. Im Unterrichtsleitfaden wird daraus eine Bau- und Transportaufgabe, bei der einfache Gegenstände als Brötchen dienen.

Unsere Schülerinnen und Schüler überlegten, wie ein sicherer Transport gelingen könnte, und setzten ihre Ideen in erste Modelle um. Anschliessend wurde getestet: Was hält? Was verrutscht? Was müssen wir verändern? Was nicht funktionierte, wurde angepasst und erneut ausprobiert.

Mit der HEIDI-Formel von der Idee zur Lösung Den methodischen Rahmen bildet die HEIDI-Formel von Katja Zwilling. Sie macht den Weg vom erkannten Bedürfnis zur verbesserten Lösung verständlich:

  • Hinschauen: Was beobachten wir?
  • Einfühlen: Was braucht die betroffene Person?
  • Ideen finden: Welche Lösungen könnten helfen?
  • Dranbleiben: Wir bauen und testen eine erste Version.
  • Immer besser machen: Wir lernen aus dem Test und verändern unsere Lösung.

Dabei steht nicht die möglichst ausgefallene Erfindung im Mittelpunkt. Entscheidend ist, ob eine Idee jemandem hilft – und ob sie beim Ausprobieren funktioniert. Der Leitfaden legt deshalb besonderen Wert darauf, dass die Lernenden erklären können, welches Bedürfnis sie erkannt, was sie getestet und was sie anschliessend verändert haben.

Gestalten statt nur konsumieren Bei diesem Workshop ging es um weit mehr als den Transport von Brötchen. Die Kinder konnten erleben, dass sie selbst gestalten und Herausforderungen angehen können. Eine Idee muss nicht von Anfang an fertig sein. Sie darf sich beim Bauen, Testen und gemeinsamen Nachdenken verändern.

Entrepreneurship bedeutet für uns deshalb nicht, Kinder möglichst früh auf eine Unternehmensgründung vorzubereiten. Es bedeutet, ihnen zuzutrauen, aufmerksam hinzuschauen, kreativ zu denken, Verantwortung zu übernehmen und ins Handeln zu kommen. Auch der Unterrichtsleitfaden versteht Entrepreneurship als Haltung und Handlungsweise, nicht als Aufgabe, eine Firma zu gründen oder einen Businessplan zu schreiben.

Vielen Dank an Katja Zwilling von Breakout GmbH und die Heidiseum Foundation für den inspirierenden Workshop. Wir freuen uns, diesen Weg gemeinsam weiterzugehen!

Unsere Schule kennenlernen Ihr sucht eine Schule, in der Kinder eigene Ideen entwickeln und praktisch erproben können? Vereinbart einen Besuch im Immersive Learning Space und lernt unseren Schulalltag kennen via tkochanek@immersivelearningspace.ch.